Tiga – No Fantasy Required

Ah ja, der März wäre ohne Alben-Releases, die im Vorjahr angekündigt wurden nicht der März. Und es gäbe viel weniger Glamour in der elektronischen Musik, wenn es Tiga nicht gäbe. Bis vor kurzem habe ich den Namen übrigens auch noch falsch ausgesprochen, aber wie ich aus bester Quelle erfahren habe spricht man es Tige, nicht Tiga aus. Ich hatte das Glück, mit Tiga für thump ein Interview zu führen, das ihr natürlich unten in der Beschreibung findet und euch in aller Ruhe durchlesen könnt, während ihr sein neues Album „No Fantasy Required“ hört, das heute auf Counter Records erschienen ist. Heute, das ist der 4. März 2016.

Ich versuche mich kurz zu fassen, denn Tiga sollte man eigentlich von seinem Sunglasses At Night Rework und von Bugatti kennen. Der Kanadier macht seit einer gefühlten Ewigkeit Musik und das ist auch gut so. Wie man an den 11 neuen Tracks auf „No Fantasy Required“ merkt, hat Tiga viel Zeit damit verbracht, verschiedene Einflüsse in sich aufzusaugen und sie zu etwas neuem zu verarbeiten. Dabei spielt er sehr gerne mit einer arroganten Attitüde, die sich in Tracks wie „3 Rules“ oder eben „Bugatti“ deutlich zeigt. Sonst bedient er sich gerne an älteren Tracks, wie immer eigentlich, und verleiht seinem gesamten Sound so einen kleinen Hauch Nostalgie und Retro-Feeling, auch wenn sich das hin und wieder mit seinen futuristischen Klängen streitet. Insgesamt ist „No Fantasy Required“ ein in sich geschlossenes Album, das sich als Soundtrack für edle Drinks in einer teuren Bar eignet.

„No Fantasy Required“ erhält von mir 7 von 10 Punkten.